Politische Bildung und praktische Medienarbeit | Jugendreporter*innenprojekte in der Schule

„Ich habe das Kinderreporterprojekt als großen Gewinn für meine Klasse erlebt. Die Projektleitung und auch die Studierenden haben mit sehr viel Engagement, Verlässlichkeit, Sachkompetenz und pädagogischer Umsicht ein mediengestütztes Projekt mit meiner Klasse umgesetzt, wie ich es selbst im hektischen Berufsalltag wohl kaum hätte realisieren können. Da die Projektleitung über eine große Erfahrung mit Schulkooperationen verfügt, gestaltete sich die Zusammenarbeit auch bei rechtlichen oder allgemein bürokratischen Fragen sehr angenehm. Die Sorge, sich durch ein ambitioniertes Projekt belastende Mehrarbeit aufzuhalsen, hat sich in keiner Weise bestätigt. Tatsächlich waren die vom Projektteam geleiteten Lernsequenzen nicht nur eine echte Bereicherung für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch eine spürbare Planungs-Entlastung für mich. Auch die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Eltern sprachen für das Projekt. Ich kann es wirklich sehr empfehlen.“
(Gaetano Blando - Lehrer am Friedrichsgymnasium für die Fächer Deutsch und Politik und Wirtschaft)

Jugendreporter*innen in der Schule? 

Kommunalpolitik, Journalismus und praktische Medienarbeit sind die Kerninhalte unserer Jugendreporter*innenprojekte. Bereits seit 2010 finden diese Projekte in Kooperation mit Schulen, Die Kopiloten e.V. und der Universität Kassel, dem Fachgebiet Didaktik der politischen Bildung, statt.

Im Projekt werden Schüler*innen von Studierenden der Universität Kassel dabei unterstützt, sich mit aktuellen kommunalpolitischen Themen vor ihrer Haustür auseinanderzusetzen, diese journalistisch aufzuarbeiten und i.d.R. ein Webvideo für Gleichaltrige zu erstellen. Übergeordnetes Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen in Kassel eine Stimme zu geben und sie dabei zu unterstützen, sich stadtweit Gehör zu verschaffen. Mit "neuen" Medien werden die Jugendlichen dabei in ihrer Lebenswelt abgeholt und lernen diese für politische Teilhabe einzusetzen. Dabei kommen die Teilnehmenden mit Politiker*innen, Expert*innen und anderen Akteur*innen der Stadtgesellschaft zu den Themen ins Gespräch, die sie interessieren. Am Ende des Projektes steht immer eine sogenannte Release-Veranstaltung, auf der alle erstellten Videos der Kasseler Stadtöffentlichkeit, Politiker*innen, Eltern, Geschwistern und Interessierten vorgestellt werden. Die Schüler*innen sollen erleben hierbei Selbstwirksamkeit, z.B. indem ihr Video Reaktionen beim Publikum oder den Politiker*innen auslöst, eine Debatte anstößt und sie öffentliche Werschätzung erhalten.

Wie kann das Projekt in Schule realisiert werden?

In enger Abstimmung mit den teilnehmenden Lehrkräften wird stets eine Projektform gefunden, die die Realisierung des Projektes ermöglicht und den Bedürfnissen aller Beteiligten entspricht. So gab es bereits Projekttage und Projektwochen, in denen das Projekt stattfand, ebenso fand das Projekt mehrfach bspw. sechs Wochen fächerübergreifend im PoWi-Deutsch-Unterricht statt. Auch in Bezug auf die curriculare Einbindung des Projektes sind wir flexibel.

Wer steckt hinter dem Projekt?

Entwickelt von Gründungsmitgliedern des Vereins Die Kopiloten e.V. fand das Projekt "KasselAssel" 2011 den Weg zurück zur Universität Kassel, aus der es entstanden ist. Seit dem finden einmal im Jahr Projektseminare in Kooperation zwischen Die Kopiloten e.V. und dem Fachgebiet Didakik der Politischen Bildung statt. In diesem Projektseminaren konzipieren Studierende des Lehramtes das Projekt in Detail, angepasst an die Rahmenbedingungen der teilnehmenden Schulen und mit Blick auf die Lerngruppe und führen dieses selbstständig durch.

Bisherige Zusammenarbeit mit Schulen im Rahmen von Jugendreporter*innenprojekten:

2010: Goethe-Gymnasium, Engelsburg-Gymnasium

2011: Wilhelmsgymnasium, Goethe-Gymnasium

2013: Lichtenberg Schule, Joseph-von-Eichendorff-Schule, Goethe-Gymnasium

2014: Schule Hegelsberg, Lichtenberg Schule, Georg-August-Zinn-Schule,

Lusienschule, Goethe-Gymnasium, Engelsburg-Gymnasium

2016: Friedrichsgymnasium

2017: Max-Eyth-Schule  

Haben auch Sie Interesse an einem Jugendreporter*innenprojekt in Ihrer Klasse?

 

 

 

Auch für Ihre Klasse!? | Konsumkritischer Stadtrundgang Kassel

Die Grundidee des Konsumkritischen Stadtrundganges ist es, die Auswirkungen der Globalisierung praxisnah und direkt vor Ort zu reflektieren: in der Kasseler Innenstadt.

Die Teamer*innen zeigen mit interaktiven Methoden den Zusammenhang zwischen alltäglichem Konsum und weltweiten Verflechtungen auf. Die Teilnehmenden erfahren, dass ihr Handeln Auswirkungen hat und dass jede*r Verantwortung übernehmen kann.

Der etwa 1,5 stündige Stadtrundgang besteht aus 2-3 thematischen Stationen und wird durch eine kurze Einführungs- und Abschlussstation abgerundet. Wir beschäftigen uns in den Stationen zum Beispiel mit den Themen Baumwolle, Kaffee und Handys. Das Team richtet sich mit dem Angebot an alle Interessierten Schulklassen ab Jahrgang 7.

Haben Sie Interesse an einem Rundgang mit Ihrer Klasse?

Kontaktieren Sie das ehrenamtliche Team des Konsumkritischen Stadtrundgangs unter info[at]konsumkritik-kassel.de und schauen Sie auf die Projektwebsite www.konsumkritik-kassel.de. Das Angebot ist grundsätzlich kostenlos, Spenden sind natürlich erlaubt. 

Vor- und Nachbereitung des Rundgangs in der Schule?

 Um die Vor- und Nachbereitung des Konsumkritischen Stadtrundgangs im schulischen Kontext zu erleichtern, wurden Lehrmaterialien entwickelt, die die Einbettung des Rundgangs in den Politik- und Wirtschaft Unterricht in der elften Klasse anregt.

Wenn Sie selbst als Konsumkritische Stadtrundgänger*in aktiv werden wollen, können Sie unsere entwickelten und erprobten Stationsleitfäden zu den Stationen Handy, Schokolade, Plastik und Wasser dabei unterstützen.

Diese Materialien finden sie zum kostenlosen Download hier.

Angebote für Lehrer*innen

 Das, was schulische Bildung leisten kann, reicht auch da, wo Schule und Lehrkräfte dies engagiert und intensiv versucht, oft nicht aus, um Schüler*innen Gelegenheiten für die politische Mitbestimmung öffentlicher Angelegenheiten zu bieten und umfassende Kritikfähigkeit das politische System und ihr eigenes Handeln betreffend zu entwickeln. Kooperationsprojekte mit außerschulischen, non-formalen Bildungsträgern können diese Lücke füllen und als Experimentierfeld für partizipative politische Bildung dienen. So öffnet sich die die Schule zur Stadtgesellschaft und umgekehrt.

In einigen Projekten kooperieren wir seit Jahren sehr erfolgreich mit Lehrkräften und Schulen.

 

 

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