Workshop zu Konsum und Normalität aus postkolonialer Perspektive

Die Workshopgruppe „Globales Lernen“, die aus Aktiven der Konsumkritik Kassel besteht, bot vom 30.01. bis 01.02.2017 einen Workshop an der Jakob-Grimm-Schule an. Den Rahmen dafür bildete eine von  Schüler*innen selbstorganisierte Projektwoche zum Thema „Nachhaltiges Europa“.

Das offene Konzept des Workshops ermöglicht es, verschiedene Schwerpunkte zu setzen und die Inhalte in Absprache mit den Organisator*innen an deren Wünsche und Bedarfe anzupassen.

 

 

Grundlegende inhaltliche Bestandteile des Workshops sind:

  • Dimensionen globaler Macht- und Ausbeutungsverhältnisse

  • Wertschöpfungsketten anhand von Beispielen aus dem Umfeld der Schüler*innen

  • Unser koloniales Erbe (Weltbilder, Weltordnung, Sprache)

  • Alternative Lebens- und Denkkonzepte

  • Handlungsoptionen „vom hier und jetzt aus“

 Wir verstehen uns dabei als „Teilgebende“, die unsere Positionen und Blickwinkel selber immer wieder reflektieren können und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen!

Bei Fragen und Anregungen: info[at]konsumkritik-kassel.de

 Dieser Workshop wird gefördert von Engagement Global GmbH aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und ist Teil des Projektes "Der Orientierungsrahmen lernt fliegen". In Kooperation mit der Universität Kassel, Didaktik der Politischen Bildung.

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Das reichste Fünftel der Weltbevölkerung konsumiert erstaunliche 86% aller weltweit produzierten Güter und Dienstleistungen, während das ärmste Fünftel der Weltbevölkerung nur 1% konsumiert.

(UNICEF)

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Konsumkritik_ganz kurz

Unsere Grundidee ist es, die Auswirkungen der Globalisierung praxisnah und direkt vor Ort zu erklären: in der Kasseler Innenstadt. Wir versuchen mit interaktiven Methoden den Zusammenhang zwischen alltäglichem Konsum und weltweiten Verflechtungen aufzuzeigen. Die Jugendlichen sollen verstehen, dass ihr Handeln Auswirkungen hat und dass man Verantwortung übernehmen kann.

Unsere Zielsetzung ist es, Informationen zu vermitteln. Wir wollen Denkanstöße geben und Alternativen aufzeigen. Die Teilnehmenden sollen Spaß beim Rundgang haben und neue Formen eines nachhaltigen Konsums bewusst erleben. Wir hoffen, dass wir mit dem Rundgang in einigen Köpfen Türen aufstoßen und zu eventuellen Handlungsveränderungen anregen.

Unsere Methodik ist vor allem auf Interaktivität ausgelegt. Wir wollen nicht vortragen, sondern diskutieren, anstoßen und gemeinsam Fragen beantworten. Studierende der Uni Kassel haben den Rundgang konzipiert und führen ihn durch, er ist also von jungen Menschen für junge Menschen entwickelt worden. Wir hoffen mit unserem Projekt an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen und wollen vor allem das kritische Bewusstsein fördern. Wichtig ist uns, dass niemand für sein Konsumverhalten verurteilt wird. Wir sind uns durchaus bewusst, wie schwierig es ist, in einem auf Wachstum ausgelegtem Wirtschaftssystem nachhaltig zu handeln. Deshalb ist unser Hauptziel, gemeinsam mit den Jugendlichen Lösungen zu entwickeln und neue Konsumformen erlebbar zu machen.

Unser Projekt soll in naher Zukunft jedoch mehr als nur den bloßen konsumkritischen Stadtrundgang umfassen. Gern kommen wir auch zu Ihnen in die Schule und gestalten Projekte mit. Bald werden wir Materialien für Ihren Unterricht anbieten, die Ihnen helfen sollen, den Stadtrundgang besser in Ihren Unterricht einzubinden. Ebenso wichtig ist es uns, durch bundesweite Treffen und Vernetzungsaktionen, einen Nährboden für neue Ideen für eine nachhaltigere Zukunft aktiv mitzugestalten. Sprechen Sie uns an - egal, was Ihnen im Kopf rumschwebt.

Mehr Informationen gibt es auf der Website des Konsumkritischen Stadtrundgangs Kassel:
www.konsumkritik-kassel.de

Materialien des Konsumkritischen Stadtrundgangs sind hier zu finden.

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