Modellprojekt: Partizipation als Ziel Politischer Bildung

Partizipation: DAS Ziel der Politischen Bildung?
Partizipation wird in der Politischen Bildung eine hohe Bedeutung zugeschrieben und gilt vielerorts als grundlegend für gelingende Bildungs- und Entwicklungsprozesse, wirft jedoch auch viele Fragen auf, insbesondere mit Blick auf die schulische Politische Bildung und politische Aktion. Hier gerät insbesondere der politisch-pädagogische Zusammenhang zwischen Bildung und Aktion in den Fokus kontroverser Diskussionen.

In der schulischen Politischen Bildung wird Partizipation aus unterschiedlichen Gründen oft auf Handlungsorientierung im Sinne einer kognitiven Mobilisierung und einer simulativen Methodik reduziert und bietet den Schüler*innen nur wenig Einstiegsmöglichkeiten in die politische Praxis. Die außerschulische Politische Bildung hingegen arbeitet oftmals mit Methoden und Simulationen, die reales politisches Handeln anstreben, hat jedoch kaum lerntheoretische Erfahrungen über "echtes" politisches Handeln 

Was ist das Ziel?
Im Projekt soll durch gezielte politische Aktivierung von jungen Menschen der lerntheoretischen Frage nachgegangen werden, ob reales Handeln das Bildungsziel Partizipation besser befördern kann als Methoden des simulativen Handelns. Dabei soll u. a. auch die Hypothese überprüft werden, ob politisches Handeln in der Bildungsarbeit potenziell eine Form der Überwältigung ist und wie Konzepte und Methoden gestaltet werden können, um das Ziel der demokratischen Teilnahme zu befördern ohne zu bewältigen.

Was passiert im Projekt?
Im Projekt werden Schulen und Träger der non-formalen Bildung (u.a. Die Kopiloten e.V.) an insgesamt zehn Standorten in Deutschland zusammenarbeiten.

Das Ziel neben der Entwicklung und Erprobung neuer Methoden für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit, ist die Vermittlung politischen Wissens sowie die direkte Konfrontation von politischer Praxis im direkten Diskurs. Weiterhin soll das Projekt gezielt gegen die zunehmende Partizipationsverdrossenheit von Jugendlichen ankämpfen.

Gegliedert ist das Projekt in drei Phasen: In einem ersten Aktions-Seminar werden Inhalte aus dem politischen Unterricht aufgegriffen um Themen, die die Jugendlichen besonders interessieren, aufzugreifen. Diese Phase kann als Vorbereitung gesehen werden. In einer zweiten Phase – der Aktiv Phase gestalten Schüler*innen ein eigenes politische Projekt. Hierbei haben die Schüler*innen einen großen Freiraum bei der Wahl ihres Projektes. In der dritten Phase, dem Reflexions-Seminar wird die Aktive Phase nachbereitet. Dabei soll vor allem auch die Nachhaltigkeit des Projektes untersucht werden. Im darauffolgenden Jahr nimmt aus jeder kooperierenden Schule eine andere Klasse am Projekt teil.

Informationen für interessierte Lehrer*innen (pdf-Datei).

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Projektträger
Haus am Maiberg, Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz

Projektpartner

Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN (AL)
Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke e. V. (AKSB)
Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB)
DVPB Landesverband Hessen
DVPB Landesverband Rheinland-Pfalz

Partner in der Projektsteuerung
Deutsche Vereinigung für politische Bildung (DVPB)
Bundesausschuss politische Bildung (bap)

Wissenschaftliche Begleitung
„Heidelberg School of Education“ der Universität Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Ansprechpartnerin
Maria Grüning
E-Mail: gruening@diekopiloten.de
Tel.: 0151-62406425

Das Projekt wird aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert.

 

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